wenn ich realistisch bin {d.strn}
Vor etwa 2 Monaten habe ich die Wochenzeitung “Die Zeit” abonniert.
Seitdem hat sich mein Leben völlig gewandelt. Mein Alltag ist im wahrsten Sinne zu einem Wettlauf mit der Zeit geworden. Mein neuer Montag ist der Donnerstag {an dem dieses voluminöse Papierpaket meinen Briefkasten regelrecht zum Bersten bringt}.
Mit entsetzen muss ich feststellen, dass ich mich noch nicht einmal durch den Polit-Teil der vorigen Zeit durchgearbeitet habe.
Mittlerweile hat sich jedoch folgende Strategie bewährt: sofort alle Artikel aussortieren, deren Titel mindestens zwei zweisilbige Worte enthalten oder kein zugehöriges Bild auszumachen ist. Die restlichen Artikel werden dann aufgeteilt in Artikel, die ich vorm Schlafen/ auf dem Klo/ während der Arbeit/ während Pausen/ unterwegs und dazwischen am besten lesen kann. Für jede Gelegenhet den geeigneten Text und dann lesen lesen lesen.
Ich schweife natürlich hin und wieder ab, aber man muss da dran bleiben, einfach wieder neu ansetzen. Das große Ziel ist es schließlich, einmal die Zeit ausgelesen zu haben bevor, die neue kommt. Damit ich bei jedem Thema mit tiefgreifendem Fachwissen beeindrucken kann. Allerdings bleibt für andere Menschen und Geselligkeit kaum noch Raum, um nicht zu sagen Zeit. Man muss halt Prioritäten setzen sonst kann man ja gleich den Kurier kaufen.


meine ehem. Mitbewohnerin hatte auch mal ein Zeit-Abo geschenkt bekommen. das gesammte “voluminöse Papierpaket” lagerte sich dann regelmaessig im badezimmer ab. sehr gefaehrlich, da man sich bei der Toiletten-Lektuere, aufgrund der Quanitaet der Textbeitraege, sehr leicht den Popo unterkuehlen kann…
Love, Tobi
vor allem morgens kann das zu einer verzögerung des tagesablaufs führen, womit man am arbeitsplatz auf wenig verständnis stößt.